Auszeichnung für zertifizierte Fachkräfte
Innenstaatssekretär Daniel Stich überreicht den Absolventinnen und Absolventen der Weiterbildung zur Fachkraft für Rechtsextremismusprävention ihr Abschlusszertifikat.
Staatssekretär Stich: 13 Absolventinnen und Absolventen erhalten Abschlusszertifikat als Fachkraft für Rechtsextremismusprävention
MINISTERIUM DES INNERN UND FÜR SPORT
RHEINLAND-PFALZ:
Innenstaatssekretär Daniel Stich hat den erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen der Weiterbildung zur Fachkraft für Rechtsextremismusprävention ihre Abschlusszertifikate überreicht. Die Qualifizierung wird von der Fridtjof-Nansen-Akademie für politische Bildung in Kooperation mit dem rheinland-pfälzischen Innenministerium angeboten. Sie vermittelt fundiertes Wissen über Erscheinungsformen und Strategien des Rechtsextremismus sowie praxisnahe Ansätze für wirksame Präventionsarbeit. Die dreizehn Absolventinnen und Absolventen gehören dem inzwischen fünften Jahrgang des bundesweit anerkannten Fortbildungsformats an.
„Rechtsextremistische Ideologien zielen darauf ab, unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung zu untergraben und Menschen gegeneinander auszuspielen. Dem begegnen wir mit Klarheit, Fachkompetenz und einer starken Präventionsarbeit. Wer Radikalisierungstendenzen frühzeitig erkennt und professionell einordnet, schützt nicht nur einzelne Personen, sondern stärkt den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt. Diese Weiterbildung ist deshalb ein wichtiger Baustein im konsequenten Vorgehen gegen extremistische Strömungen in Rheinland-Pfalz“, sagte Staatssekretär Daniel Stich bei der Zertifikatsübergabe.
Dr. Florian Pfeil, Leiter der Fridtjof-Nansen-Akademie für politische Bildung, betonte die nachhaltige Wirkung des Formats: „Die Weiterbildung schafft Räume für Austausch, Reflexion und gemeinsame Strategien. Sie verbindet unterschiedliche Perspektiven aus Verwaltung, Sicherheitsbehörden und Zivilgesellschaft. Diese Vernetzung ist entscheidend, um extremistischen Tendenzen wirksam zu begegnen und demokratische Strukturen dauerhaft zu festigen.“
„Dass dieses bundesweit beachtete Format seit Jahren erfolgreich durchgeführt wird, verdanken wir der engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Fridtjof-Nansen-Akademie für politische Bildung. Wissenschaftliche Expertise und sicherheitspolitische Praxis greifen hier ineinander. Diese Kooperation steht beispielhaft für unseren ressort- und institutionsübergreifenden Ansatz im Kampf gegen Extremismus“, betonte Stich.
Die Ausbildung richtet sich an alle, die in beruflichen oder ehrenamtlichen Zusammenhängen mit der Thematik des Rechtsextremismus befasst sind - egal ob in den Kommunen, bei der Polizei oder in der Zivilgesellschaft. Dabei steht der Gedanke im Fokus, Menschen, die in unterschiedlichen Bereichen der Prävention tätig sind, zusammenzubringen und mittel- und langfristig Netzwerke aufzubauen. In fünf unterschiedlichen Modulen werden gemeinsam Maßnahmen erarbeitet, die gegen Radikalisierung und Gewalt helfen und zur Förderung der Demokratie beitragen. Die Qualifizierung dauert ein Jahr. Der neue Jahrgang 2026 startete im Februar.