Projekt „Auf Augenhöhe“ ausgezeichnet

30.03.17

Mit dem Zug machte sich eine Delegation aus Vertretern der Stadt Ingelheim, der Fridtjof-Nansen-Akademie und Teilnehmern der WerkStadt IngelHeimat auf dem Weg nach Mainz um an der Preisverleihung des Landespräventionspreises teilzunehmen. Einige hatten sich freigenommen oder wurden von der Schule freigestellt um mit dabei sein zu können. „Die Preisverleihung wollte ich gerne miterleben!“, lachte Neven. „Es ist wie eine Klassenfahrt!“, meinte Doro und brachte damit die Stimmung auf der Hinfahrt auf dem Punkt.

Mit dem Landespräventionspreis hat der Landespräventionsrat 2012 eine Plattform geschaffen, die nicht nur kreative Lösungen für ein friedlicheres Zusammenleben auszeichnet, sondern durch die Vorstellung erfolgreicher Präventionsprojekte zum Nachahmen animiert. „Wir freuen uns, dass unser Projekt ausgezeichnet wurde und der Landespräventionsrat damit zum Ausdruck bringt, dass die Ergebnisse und Herangehensweise unseres Projektes die Präventionsarbeit bereichern. Nun können andere von unseren Erfahrungen profitieren und kann unser Projekt auch nachhaltig etwas bewegen, nicht nur vor Ort bei uns in Ingelheim“, sagt Dr. Dominique Gillebeert, Leiterin des städtischen Migrations- und IntegrationsBüros und eine der Initiatoren des Projektes.

Die Spannung stieg als Bürgermeister Wolfgang von Vliet, Vorsitzender des Landespräventionsrates, die feierliche Verleihung eröffnete. Innenminister Roger Lewentz, der drei herausragende Projekte und Initiativen aus Ludwigshafen, Ingelheim und Frankenthal mit dem Landespräventionspreis 2016 würdigte, hob bei der Verleihung in seiner Rede hervor: „Jedes Jahr zeigen uns die vielfältigen Bewerbungen, dass Prävention einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft hat. Auch in diesem Jahr haben sich zahlreiche Menschen in höchstem Maße und auf unterschiedlichste Art und Weise dafür eingesetzt, dass ein friedliches Zusammenleben ermöglicht werden kann – und das vor allem durch Kommunikation und Aufklärung“.

Miguel Vicente, Beauftragter für Migration und Integration des Landes RLP erlöste die Ingelheimer aus ihrer Spannung: in seiner Laudatio würdigte er das Projekt „Auf Augenhöhe“ der Fridtjof-Nansen-Akademie im WBZ und des Migrations- und IntegrationsBüros der Stadt Ingelheim, das den 2. Preis bekam: „Es ist den Initiatoren mit diesem Projekt etwas ganz wichtig gelungen: Menschen mit und ohne Fluchterfahrung als Gleichberechtigte und Partner auf Augenhöhe zusammenzubringen, damit sie sich kennenlernen und miteinander ins Gespräch kommen können“, sagte Vicente.

Mit dem ersten Preis wurde die Integrierte Gesamtschule Ludwigshafen-Gartenstadt ausgezeichnet für Ihr Projekt „SicherheitsberaterInnen für SchülerInnen“.

„Wir sind stolz darauf aus 40 Einsendungen für den 2. Platz ausgesucht worden zu sein. Es tut gut, dass die hervorragende präventive Arbeit, die nicht nur das MIB und die FNA, sondern ganz viele Akteure und Einrichtungen in Ingelheim leisten, gewürdigt wird. Dies motiviert und gibt Energie für weitere Ideen!“, sagt Bürgermeisterin Eveline Breyer, die gemeinsam mit Heinz Peter Kissel, Leiter des Büros des Oberbürgermeisters mit dabei war um den Preis entgegenzunehmen. „An neuen Ideen mangelt es dem MIB und der FNA nicht! Aus dem einen Projekt ergeben sich immer wieder Ansätze für Folgeprojekte. Das Preisgeld können wir nun nutzen, um weitere Projekte umzusetzen“, ergänzt Dr. Florian Pfeil, Direktor des WBZ und der zweite Initiator des Projektes. Auch Jeanette, Shakib, Doro, Felix und Neven, stellvertretend für die 23 TN der WerkStadt IngelHeimat mit bei der Preisverleihung dabei, waren erfreut über die Anerkennung. „Sie sind es, die das Projekt so erfolgreich gemacht haben: ihrer Motivation, ihrem Einsatz und ihrer Bereitschaft, ihre Ideen und Erfahrungen mit uns zu teilen, gebührt großer Dank!“, so Pfeil und Gillebeert.

Nach dem Sektempfang machten sich die Ingelheimer wieder auf den Weg in die Heimat. Denn die Arbeit wartet auf sie, es gibt nach wie vor viel zu tun! „Außerdem wollen wir weitere Preise gewinnen!“, scherzen die TN der Werkstadt IngelHeimat.