Kompetenzzentrum „Flucht, Migration, Integration und gesellschaftlicher Zusammenhalt“

Im Rahmen des Kompetenzzentrums „Flucht, Migration, Integration und gesellschaftlicher Zusammenhalt“ veranstaltet die Fridtjof-Nansen-Akademie für politische Bildung (FNA) 2017 eine von der Bundeszentrale für politische Bildung finanzierte Projektreihe mit den Schwerpunktthemen „Fluchtursachen verstehen“ und „gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern“. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, das Verständnis von Fluchtursachen sowie den gemeinsamen gesellschaftlichen Diskurs zu fördern, um erstarkenden Diskrepanzen zwischen gesellschaftlichen Gruppen entgegenzuwirken.

Der erste Teil der Projektreihe besteht aus verschiedenen Teilprojekten, die sich an unterschiedliche Zielgruppen wenden: Der 2-stündige „Workshop Fluchtursachen“ richtet sich an ehrenamtlich engagierte Menschen. Mit seinem interaktiven und handlungsorientierten Format soll der Workshop an der intrinsischen Motivation der Beteiligten ansetzen und gleichsam über bedeutende Fluchtgründe spezifischer Herkunftsstaaten aufklären. Ein ganztägiger „Studientag Flucht und Asyl“, der auf Schüler*innen der Mittel- und Oberstufe ausgerichtet ist, soll den Schüler*innen neben einschlägigen Informationen zum Thema Flucht die Möglichkeit geben, mit Geflüchteten ins Gespräch zu kommen. Die „Fachfortbildung Fluchtursachen verstehen“ richtet sich gezielt an hauptamtliche Fachkräfte in der sozialen Arbeit. Ziel der Veranstaltung ist es, vertiefende Hintergrundkenntnisse im Bereich Fluchtursachen zu vermitteln. Die Veranstaltungsreihe „Fluchtursachen Kompakt“ wendet sich an die interessierte Öffentlichkeit. An verschiedenen Veranstaltungsorten in RLP und Hessen finden jeweils sechs Abendveranstaltungen zu jeweils einem der wichtigsten Herkunftsstaaten von Geflüchteten in Deutschland statt.

Der zweite Teil der Projektreihe zielt auf die Förderung gesellschaftlichen Zusammenhalts. Das Projekt „#letsmeet“ bietet muslimischen und christlichen Jugendlichen eine Plattform für den Austausch über ihre Religion und ihren Glauben und umfasst den gemeinsamen Besuch einer Moschee sowie einer Kirche. Überdies wird für alle, die sich im gesellschaftlichen Diskurs über Flucht und Migration unsicher oder überfordert fühlen, das Argumentationstraining „WortLos gegen Rechts“ angeboten. Hierbei sollen „Stammtischparolen“ entlarvt und Strategien entwickelt werden, Vorurteilen und Diskriminierungen entgegenzuwirken. Ergänzend hierzu soll es in der Projektwerkstatt „Mehr als meine Fluchtgeschichte“ darum gehen, Frauen mit und ohne Fluchtgeschichte zusammenzubringen. So soll im gegenseitigen Kontakt das Verständnis von kultureller Diversität gestärkt, Stereotype rekategorisiert und soziale Grenzziehungen überwunden werden. Dabei soll ergebnisoffen über gesellschaftliche Fragen diskutiert werden, die besonders Frauen betreffen: Wie wollen wir als Frauen in Deutschland leben? Was sind unsere Ängste, Erwartungen, Ziele? In welchem Verhältnis steht Flucht zu Emanzipation? Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, innerhalb regelmäßiger Treffen ein gemeinsames Projekt zu organisieren.

Das Kompetenzzentrums „Flucht, Migration, Integration und gesellschaftlicher Zusammenhalt“ erhofft sich durch die breite Aufstellung verschiedener Teilprojekte ein buntes Angebot an verschiedenen zielgruppenspezifischen Veranstaltungen.

 

 

Kontakt


Ramona Kemper, M.Ed.
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