Jahresprogramm

Seminare für Erwachsene

Unsere Seminare wenden sich besonders an Multiplikatoren der schulischen und außerschulischen Jugendbildung sowie an interessierte Jugendliche und Erwachsene. Unser Referentenpool besteht aus Fachwissenschaftlern und/oder ausgewiesenen Fachkräften aus Politik, Wirtschaft und Publizistik. In unseren Seminaren wollen wir damit einen möglichst intensiven Bezug zwischen Theorie und Praxis herstellen.

Bitte melden Sie sich wenigstens 2 Wochen vor Seminarbeginn an.

Auf den weiteren Unterseiten finden Sie Informationen über spezielle Programmangebote in den Bereichen Jugendbildung, pädagogische Praxis und Studienreisen.

Nr.
Datum, Ort
Thema
verschoben auf 2021
Von vollen Städten und leeren Dörfern. Zukunftsperspektiven des Ländlichen und Urbanen Raums
Termine werden noch bekannt gegeben - Teilnahme kostenlos
Schrumpfen statt Wachsen - Wachstum anders denken? - Sechsteilige Online-Seminar-Reihe
Bereits in den 1970er Jahren mahnte der Club of Rome in Die Grenzen des Wachstums vor den negativen Konsequenzen immerwährenden Wirtschaftswachstums für Mensch und Umwelt. Ein Paradigmenwechsel fand jedoch nicht statt. Die „Höher, schneller, weiter!“- Mentalität setzte sich durch, wachstumskritische Fragen fanden in der modernen Leistungsgesellschaft nur wenig Platz. Dann kam die Corona-Pandemie und hat neue Tatsachen geschaffen. Lang angestrebte Klimaziele werden nun endlich erreicht – allerdings zu einem hohen Preis. Der Shutdown, in dem die Wirtschaft massiv runtergefahren wurde, hat u.a. zur Konsequenz, dass viele Menschen ihre Arbeit verloren haben und dass schon vorher bestehende soziale Ungleichheiten massiv verschärft werden. Um die negativen wirtschaftlichen Konsequenzen der Pandemie schnellstmöglich abzufedern, sehnen Wirtschaftsakteur*innen ein schnelles Zurück zum gewohnten Warenverkehr und Konsumverhalten herbei. Für Globalisierungskritiker*innen hingegen könnte die Corona-Krise den Ausgangspunkt einer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Transformation bilden. Für Postwachstums-Vertreter*innen würde dies so aussehen, dass weniger Produkte produziert und konsumiert würden. In unserer sechsteiligen Online-Seminar-Reihe möchten wir die verschiedenen Positionen näher beleuchten und dabei sowohl über strukturelle Voraussetzungen als auch über individuelles Konsumverhalten diskutieren. Anmeldung/Vormerkung bitte per E-Mail an fna@wbz-ingelheim.de
Termin wird noch bekannt gegeben - Teilnahme kostenlos
Rechte Verschwörungsmythen im Zuge der Pandemie - Online-Seminar
Verschwörungstheorien gibt es unzählige. Einmal in die Welt gesetzt, halten sie sich hartnäckig. Ihre Anhänger*innen proklamieren etwa, die Anschläge vom 11. September 2001 seien von der amerikanischen Regierung inszeniert worden, ebenso wie die erste bemannte Mondlandung. Der Orden der Illuminaten existiere bis heute, und Kondensstreifen von Flugzeugen zielten als Chemtrails auf eine Reduktion der Bevölkerung. Auch in der Corona-Krise sind viele Verschwörungsmythen entstanden. Immer mehr Prominente und selbsternannte Expert*innen tragen zu einer Verbreitung dieser und anderer Theorien bei. Dabei werden wissenschaftliche Erkenntnisse und fundierte Fakten bewusst vermieden oder derart aus dem Kontext gerissen, dass sie die Verschwörung angeblich belegen. Besonders unerträglich wird dieses Phänomen, wenn sich zu den Aluhutträger*innen und Esotheriker*innen Rechtsextreme und Antisemiten gesellen. So gibt es Menschen, die hinter dem Virus eine jüdische Weltverschwörung wittern. Die Rothschilds werden wie schon zu 9/11 zum Sündenbock. In unserem Online-Seminar möchten wir der Entstehung und Verbreitung von rechten Verschwörungstheorien nachgehen. Wie genau entstehen diese? Wie „funktionieren“ sie und warum verbreiten sie sich so rasant? Wie kann man für sich selbst Verschwörungstheorien erkennen und entlarven, und welche Rolle spielt dabei die Wissenschaft? Anmeldung/Vormerkung bitte per E-Mail an fna@wbz-ingelheim.de
14.09.2020 und 16.09.2020
Die Türkei und der Westen - Zweitägiges Online-Seminar
Das Verhältnis zwischen der Türkei und dem Westen ist angeschlagen. Die türkische Militäroperation in Nordsyrien zeigt einen deutlichen Interessenkonflikt zwischen der Türkei und ihren NATO-Verbündeten. Die Militäroffensive habe zur Stärkung des sogenannten Islamischen Staats beigetragen, so die Kritik der meisten westlichen Staaten. Auch habe sie Russlands Vormachtstellung in Syrien gefestigt. So verwundert es nicht, dass sich 2019 eine Mehrheit der Deutschen für den Ausschluss der Türkei aus der NATO aussprach. Eine solche gilt aus geopolitische Gründen als unwahrscheinlich, und auch die Türkei hat nicht wirklich Interesse daran, Bündnisse mit dem Westen zu beenden. Nichtsdestotrotz hat die Türkei mit der einseitigen Grenzöffnung ihren langjährigen Flüchtlingspakt mit der Europäischen Union praktisch aufgekündigt. Hinzukommen die zahlreichen Verletzungen der Pressefreiheit, der Umgang mit Oppositionellen und Wahlsabotage, die dem Anspruch westlicher Demokratie entgegenlaufen sollten. Überlegungen über einen EU-Beitritt scheinen derzeit vom Tisch. Und auch ein Blick über den Atlantik zeigt ein verwirrendes Verhältnis zweier Staatschefs. Es ergibt sich eine komplexe politische und wirtschaftliche Gemengelage, die wir in unserem zweitägigen Online-Seminar näher beleuchten wollen.
22.09.2020 29.09.2020 06.10.2020 20.10.2020
Showdown 2020 - Die USA im Wahlkampf - Online-Seminar
Schon vor der Corona-Pandemie schien die USA für viele von uns in einem dauerhaften Ausnahmezustand. Seit Donald Trump am 20. Januar 2017 das Amt des Präsidenten der USA antrat, ist kein Tag vergangen, an dem das twitternde Staatsoberhaupt keine Schlagzeilen schreibt. Durch das Verbreiten von „Alternativen Fakten“, durch den Umgang mit „Black Lives Matter“ oder durch sexistische Äußerungen stößt der Präsident regelmäßig auf Unverständnis und Empörung im politisch liberalen Lager. Auf der anderen Seite feiern Trump-Fans seinen national-konservativen Kurs à la „America first“. Trump scheint das Land zu spalten wie kein US-amerikanischer Präsident zuvor. Auch in der derzeitigen Coronakrise gibt es einen Teil der Wählerschaft, der dem Präsidenten zu spätes Handeln vorwirft, und einen anderen Teil, der die Schuld lieber bei China oder der WHO sieht. Die Pandemie platzt dabei in den Präsidentschaftswahlkampf zwischen Trump und Biden. Wird sie Trump im Wahlkampf beflügeln oder doch auf die Füße fallen? Häufig steigt die Beliebtheit von Politiker*innen in Krisenzeiten, aber gilt das auch für einen Donald Trump? Dieser und anderen Fragen möchten wir in unserem Online-Seminar nachgehen. Anmeldung/Vormerkung bitte per E-Mail an fna@wbz-ingelheim.de
01.10.-02.10.2020 Ingelheim
Musik und Politik: "American Dream" - Amerikabilder in der populären Musik
Die Reihe „Politik und Musik“ nutzt Kulturgeschichte als Spiegel von Sozialgeschichte und der ihr innewohnenden politischen Kultur. 2020 widmet sich das Seminar einem „klassischen“ Thema der amerikanischen Kultur. Kaum ein anderes Schlagwort beflügelt den Mythos Amerika so wie jenes vom „American Dream“. Doch was ist er eigentlich, der „Amerikanische Traum“? Was beinhaltet er, und für wen ist er träumbar? Für wen ist der amerikanische Traum vielleicht auch eher ein Alptraum? Das Seminar schaut in den Spiegel der amerikanischen Musik und sucht dort Antworten in Vergangenheit und Gegenwart. Der musikalische Bogen spannt sich dabei von klassischer Moderne bis Country, von Black Music bis zu Bruce Springsteen, der fast so etwas wie ein Archetyp des amerikanischen Traumes, aber auch seiner Schattenseiten ist. Mit Blick auf die aktuelle politische Lage in den USA fragen wir auch nach dem heutigen Stand des „American Dream“. Dem Thema und der Musik wird sich des Seminar – wie üblich in unserer Reihe – dabei sowohl von einer politisch-musikethnologischen wie von einer praktischen Seite her nähern.
10.11.-12.11.2021
Chinas "Neue Seidenstraßen": Impulse zur Entwicklung oder neuer Kolonialismus? Eine Analyse aus geographischer Sicht
Die „neuen Seidenstraßen“ sind das größte Infrastrukturvorhaben aller Zeiten. Das chinesische Prestigeprojekt soll mit riesigen Auslandsinvestitionen Transportzeiten verkürzen und Wirtschaftsbeziehungen stärken. Aber auch geostrategische Ziele werden verfolgt. Durch die dabei entstehenden wirtschaftlichen Abhängigkeiten baut China seinen weltweiten politischen und wirtschaftlichen Einfluss aus. Bei dieser Tagung sollen Ausmaß und Stand dieses Vorhabens dargestellt werden. An konkreten regionalen Beispielen werden auch die geographischen, wirtschaftlichen und politischen Effekte dieses Konzeptes diskutiert.

Abrufveranstaltungen

auf Anfrage
"Fluchtursachen kompakt" und "Kulturelle Rucksäcke"
auf Anfrage
Wort LOS! gegen Rechts – Argumentationstraining gegen rechte Parolen

Hinweis:

Um unsere Programme und Reisebestimmungen anschauen zu können, ist ein PDF-Reader erforderlich, den Sie bei verschiedenen Anbietern kostenlos im Internet herunterladen können.

Kontakt


Stefanie Fetzer
06132-79 00 3-16
E-Mail
Organisation


Ramona Kemper
06132 - 79 00 3-13
E-Mail
Seminarkonzeption