10.09.2026 – 24.04.2027
Ausbildung zur Schulmediator:in
für Grund- und Förderschule nach dem Bensberger Mediations-Modell
Termine:
1. Kurs: 10. - 12.09.2026
2. Kurs: 05. - 07.11.2026
3. Kurs: 11. - 13.03.2027
4. Kurs: 22. - 24.04.2027
Mediation auch in Ihrer Schule?
Konflikte gehören in Schulen zum Alltag. Richtiges Streiten lernen und lehren ist jedoch noch immer nicht selbstverständlich. Die Schulmediation kann einen gangbaren Weg aufzeigen, um Konflikte gewaltfrei und konstruktiv zu lösen. Dabei geht es auch um die möglichst frühe Etablierung einer neuen, systemischen Streitkultur in unseren Bildungseinrichtungen. Ein erfolgreich bewährtes, pädagogisches und evaluiertes Programm ist das Bensberger Mediationsmodell (BMM), ein erprobter Ansatz neue, kreative Wege aus dem Konflikt zu zeigen.
Ziele der Fortbildungsveranstaltungen sind, die Teilnehmer in die Lage zu versetzen:
- im Unterricht und im Schulleben Erfahrungsfelder für die Entfaltung von Sozial- und Konfliktlösekompetenz bereitzustellen,
- nach einem bestimmten Vermittlungsverfahren, der Mediation, Konflikte zu lösen,
- Kindern Wege zu zeigen, möglichst selbstständig ihre Konflikte zu regeln
- an der eigenen Haltung und neuem Handwerkszeug im Umgang mit Konflikten zu arbeiten.
Diese Anliegen werden in den Kursen verwirklicht. Diese bauen aufeinander auf. Zwischen den Kursen werden die neuen Erfahrungen in der Praxis ausprobiert und im folgenden Kurs besprochen. Darum ist es hilfreich und für den eigenen Erfolg wichtig, sich gleich für alle vier Kurse anzumelden. Angesprochen sind alle Lehrer:innen, die in Grundschulen unterrichten, also auch Förderschullehrer:innen, die in der Primarstufe tätig sind, Schulsozialarbeiter:innen und pädagogisches Personal in der GTS.
Inhalte der Kurse: Anders streiten
In diesem Kurs wird ein Weg eingeübt, wie im Klassenverband "Anders streiten" gelernt werden kann. Dabei werden sozialintegrative Werte und Normen eingeführt und gepflegt. Durch das Erleben und Reflektieren einer Streitkultur werden Konflikt- und Entscheidungsfähigkeit und Verantwortungsgefühl für den eigenen Streit erfahren und verstärkt.
Grundlagen:
- Probleme nach der Gewalt
- Feste Strukturen erleichtern das Konfliktgespräch
- Verschiedene Konfliktstrategien
- K. zwischen Tür und Angel regeln.
- K. vermeiden
- K.-Interventionen – Ausgleichsmethode
- Mediation: Kausalitätssprache statt Schuldsprache
Praxis:
- Konflikte zwischen Tür und Angel
- Einführung der Erst-Hilfe im Streit
- Wege zum "Anders-streiten" (1. bis 4. Schuljahr)
- Fallbeispiele entwickeln
- Entfaltung von Sozialkompetenz (1)
- Einführung des Herzenskreises -
- Gefühle wahrnehmen, Gefühle äußern
Inhalte der Kurse: Streit schlichten
Das gesamte Konfliktgespräch durch Lehrkräfte wird in diesem Training entwickelt und in Rollenspielen eingeübt. Dafür stehen feste Strukturen zur Verfügung, die eigenständiges und gewaltloses Handeln ermöglichen. Erprobte Strategien für die Einführung in die Schule sorgen dafür, dass Streitschlichtung in der Schule keine Eintagsfliege bleibt. "Handwerkzeug" steht in diesem Kurs im Mittelpunkt.
Grundlagen:
- Strukturen und Rituale als Weg zu einer Streitkultur
- Erfahrungsfelder zur Entfaltung von Sozialkompetenz
Praxis:
- Konfliktgespräch im Rollenspiel
- Der Leitfaden im Konfliktgespräch
- Mit dem Leitfaden üben im 3./4. Schuljahr
- Lehrkräfte lösen Konflikte
- Konfliktbearbeitung in wenigen Minuten – Erst-Hilfe im Streit
- Elemente aus der Mediation helfen, Konfliktbearbeitung sinnvoll einzuleiten.
- Einführung in der Schule
- Kollegium motivieren
- Organisation im Schulalltag
- Entfaltung von Sozialkompetenz (2)
- Verbale Kommunikation (Ich- und Du-Botschaften)
- Soziales Lernen
Inhalte der Kurse: Konflikte selbst regeln
Eigene Erfahrungen mit dem Verfahren und den Grundhaltungen im Konfliktgespräch werden reflektiert und in Rollenspielen überprüft. Verfahren werden eingeübt, wie Kinder Konflikte selbst regeln. Für die Einführung in die Schule müssen Maßnahmen erarbeitet werden. So entstehen in diesem Training wichtige Bausteine für die Didaktik einer bestimmten Streitkultur in der Schule, die auf Zeit hin Klima verändert.
Grundlagen:
- Kinder können komplexe Probleme lösen.
- Präventive und kurative Intervention (Glasl)
- Dialogarbeit
Praxis:
- Konfliktgespräch im Rollenspiel
- Konfliktgespräch mit dem Leitfaden
- Übungen mit dem Hosentaschenbuch (Prävention)
- Durchführung in der Schule
- Wege von Konfliktlösungen in den einzelnen Schuljahren
- Organisation in der Schule
Inhalte der Kurse: Persönliche Entwicklung
Am Ende des letzten Kurses steht auch die persönliche Entwicklung als Mediator:in im Vordergrund:
- Selbst- und Fremdwahrnehmung
- Aufbau einer Feedbackkultur
- Arbeit mit großen Gruppen
- Dokumentation von Konfliktgesprächen (mit Erwachsenen)
- Anerkennung als Schulmediator:in
Referenten
Lars Lindner, Schulleiter, Schulmediator, Trainer BMM
Wolfgang Kistner, Schulmediator BMM, Trainer BMM
Diese Veranstaltung wird gefördert vom Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz
Feste Kurs- und Pausenzeiten<br />(gültig für alle Termine)
| Donnerstag |
15.00-18.30 Uhr |
|---|---|
| Freitag |
9.00-18.30 Uhr Mittagspause von 13.00-14.00 Uhr |
| Samstag |
9.00-13.00 Uhr 13.00 Uhr Mittagessen, dann Ende der Veranstaltung |
Teilnahmegebühren (vorläufig)
| pro Kurs |
215,- € mit Übernachtung |
|---|---|
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Die Unterbringung erfolgt in Doppelzimmern. |
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Das Seminar ist öffentlich zugänglich. Dieses Seminar ist im Gesamtangebot des Pädagogischen Landesinstituts Rheinland-Pfalz (PL) enthalten und als Maßnahme der Lehrerfortbildung nach § 65 Hessiches Lehrerfortbildungsgesetz akkreditiert. |
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