02.12.2026
5. Fachtag Rechtsextremismusprävention
Agenda-Setting von rechts - Wie Populisten und rechte Akteure Themen setzen, Diskurse kapern und Grenzen verschieben
Rechtspopulistische und extrem rechte Akteure prägen zunehmend den öffentlichen Diskurs. Mit gezielten Strategien setzen sie Themen, verschieben gesellschaftliche Debatten und normalisieren zuvor undenkbare Positionen. Ob in Fragen von Klimawandel und Energiepolitik, Geschichtsverständnis, Gender und Queerfeindlichkeit, Kultur- oder Außenpolitik: Immer wieder gelingt es ihnen, gesellschaftliche Aufmerksamkeit zu bündeln, Kontroversen zuzuspitzen und so den Rahmen des Sag- und Denkbaren zu verschieben. Dabei spielen auch weniger offensichtliche Felder eine Rolle – etwa Esskultur oder Ernährungsfragen, die unter Schlagworten wie „Fleisch & Freiheit“ politisiert werden.
Der Fachtag nimmt diese Dynamiken in den Blick: Welche Methoden nutzen rechte Akteure, um Diskurse zu kapern? Welche Netzwerke und Grauzonen begünstigen ihre Wirkung? Und wie weit ist das Agenda-Setting bereits vorangeschritten? Neben einer analytischen Bestandsaufnahme soll auch diskutiert werden, wie zivilgesellschaftliche, politische und wissenschaftliche Akteure wirksam reagieren können. Ziel ist es, Strategien zu entwickeln, die demokratische Diskursräume stärken und verhindern, dass rechtspopulistische Narrative unsere gesellschaftliche Agenda bestimmen.
Zielgruppen des Fachtags sind insbesondere die Teilnehmenden der Weiterbildungsjahrgänge zur Fachkraft für Rechtsextremismusprävention, darüber hinaus aber alle am Thema Interessierten. Für die Praxis in der Präventionsarbeit ist an den Fachtagen auch besonders der Austausch über Präventionsansätze in Schule und Jugendarbeit wichtig, diesmal ergänzt durch die Diskussion über Medienkompetenzförderung und digitale Resilienz. Die Zielsetzung des Seminars liegt daher sowohl in der Wissensvermittlung als auch im praxisnahen Austausch der in der Präventionsarbeit Tätigen.
Programm folgt in Kürze
Das Seminar findet in Kooperation mit der Präventionsagentur gegen Extremismus Rheinland-Pfalz statt.
Teilnahmegebühren
| Erwachsene |
EUR 15,00 |
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| Jugendliche und Studierende |
EUR 10,00 |
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Der Teilnahmebeitrag wird gesplittet; 2/3 werden dem Seminar zugeordnet, 1/3 dient der institutionellen Kostendeckung. |
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Für Teilnehmende aller Jahrgänge der Weiterbildung zur Fachkraft für Rechtsextremismusprävention ist die Teilnahme kostenlos. |