Erwachsene

23.01.2023
Grenzgeographien - Geographien der Gewalt

Grenzen werden seit der Antike gezogen. Seit den 1990er Jahren kam es im Rahmen der Globalisierung zur Öffnung von Grenzen; seit 9/11 beobachten wir aber auch verstärkt gegenläufige Tendenzen, insbesondere mit Blick auf unterschiedliche Migrationsregime.

Pass-Grenze

Seitdem werden Grenzen mehr denn je errichtet. Spätestens seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 ist uns die Fragilität von Grenzen besonders bewusst geworden. So ist nicht nur die Gestaltung und Steuerung grenzüberschreitender Prozesse, sondern auch ihre Sicherung ein zentrales Thema in den Medien. Sie stellen damit auch ein aktuelles und relevantes Thema für den Schulunterricht dar.

Damit wird das Thema wichtig und relevant und ist den Geographien der Gewalt zuzuordnen.

Das interdisziplinäre Feld der Border Studies setzt sich mit Grenzen in ihrer Vielfalt und Vielschichtigkeit auseinander. Über nationale Grenzen hinaus geht es darum, Grenzen nicht nur im Hinblick auf ihre Funktion zu untersuchen, sondern ihre unterschiedlichen Hintergründe und Wirkungsweisen zu verstehen. Diese werden besonders in ihrer Dynamik, Verschiebung, oder auch ihrer Unterwanderung zugänglich.

Welche Grenzen gibt es, wie funktionieren sie, welche Aufgaben haben sie? Welche Grenzen haben wir im Kopf? Wie werden Grenzen verrückt, neu bestimmt? Wie werden Macht und Einfluss für zukünftige regionale und globale Grenzziehungen wirksam? Welche Rolle spielen Grenzen bei Prozessen der Globalisierung bzw. Deglobalisierung? Welche Folgen sind für die Weltordnung zu erwarten? Welche positiven Effekte haben Grenzen?

Aktuelle Beispiele sollen Brennpunkte aufzeigen und diskutieren. Zudem sollen diese in lehrplanrelevanten, binnendifferenziert aufgebauten Unterrichtsbausteinen umgesetzt und vorgestellt werden.

Alle Beiträge erscheinen als Band 21 des Mainzer Kontaktstudiums Geographie im Januar 2023 und liegen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor.

Themen des Seminars

Freitag, 23.1.2023
09.00 - 09.45 Uhr

Geographien der Gewalt  - Grenzgeographien

Prof. Dr. Volker Wilhelmi
Geographisches Institut, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

09.45 - 10.30 Uhr

Identität und Grenzen – Russlands Großmachtanspruch und der Krieg in der Ukraine

Dr. David Sirakov
Direktor der Atlantischen Akademie Rheinland-Pfalz e.V.

10.30 - 10.45 Uhr

Pause

10.45 - 11.30 Uhr

Weltregionen und ihre Grenzen

Prof. Dr. Julia Verne
Geographisches Institut, Johannes Gutenberg Universität Mainz

11.30 - 13.00 Uhr

Die Vorstellungen Jugendlicher zu Sicherheit, Krieg und Gewalt

Aktuelle Unterrichtsbausteine

Prof. Dr. Volker Wilhelmi mit Student:innen im Master-Studium Geographie

13.00 - 14.00 Uhr

Mittagspause

14.00 - 14.45 Uhr

Der Kolonialismus und seine Grenzziehungen in Afrika

Dr. Florian Pfeil
Fridtjof-Nansen-Akademie für politische Bildung

14.45 - 16.45 Uhr

Pushing Boundaries - wie Amerika Grenzen zieht und verschiebt

Elmar Theveßen und Ulf Röller
Leiter des ZDF-Studios Washington & Leiter des ZDF-Studios Brüssel

17.00 Uhr

Abschlussdiskussion

und Ende des Seminars

Seminarleitung

Prof. Dr. Volker Wilhelmi

Didaktik der Geographie
Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Teilnahmegebühren

Erwachsene

20,- €

Jugendliche, Referendar:innen, Studierende und Schwerbehinderte mit Nachweis

15,- €

Der Teilnahmebeitrag wird gesplittet; 2/3 werden dem Seminar zugeordnet, 1/3 dient der institutionellen Kostendeckung

Das Seminar ist öffentlich zugänglich.

Dieses Seminar ist im Gesamtangebot des Pädagogischen Landesinstituts Rheinland-Pfalz (PL) enthalten und als Maßnahme der Lehrerfortbildung nach § 65 Hessisches Lehrerfortbildungsgesetz akkreditiert.

Dieses Seminar ist unter der Nummer 23FNA00002 im Gesamtangebot des Pädagogischen Landesinstituts Rheinland-Pfalz (PL) enthalten.

Weitere Informationen

PDF-Download (2,31 MB)

Nehmen Sie Kontakt auf

Stefanie Fetzer
Stefanie Fetzer

Stefanie Fetzer

Seminarorganisation politische Erwachsenenbildung

Tel: (06132) 79003-16

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