Fridtjof Nansen: Unser Namensgeber

Sein Name als Polarforscher ging um die Welt: Er löste die größten Rätsel des Nordpolarmeeres, durchquerte das Binneneis Grönlands auf Skiern und seine abenteuerliche Pol-Trift mit der im Eis eingeschlossenen „Fram“ machte Geschichte. Der Nachwelt blieb Fridtjof Nansen (1861-1930) so vor allem durch seine sportlichen und abenteuerlichen Leistungen im Gedächtnis.

Aber Fridtjof Nansen war nicht nur ein verwegener Forscher und herausragender Wissenschaftler. Er war auch und vor allem ein vielfach unbequemer und leidenschaftlicher Kämpfer für die Humanität:

  • Als Hochkommissar des Völkerbundes leitete er nach dem I. Weltkrieg die Heimführung der deutschen Kriegsgefangenen aus Russland.
  • Gegen alle ideologischen Widerstände rettete er in den Jahren 1920-1923 mit einer „relief-action“ die hungernden Menschen in der jungen Sowjetunion vor dem Hungertod.
  • Der von ihm eingeführte „Nansen-Pass“ wurde für Tausende von russischen, armenischen, assyrischen und türkischen Flüchtlingen zum rettenden Reisedokument.
  • Für seine Erfolge im Bereich der humanitären Flüchtlingspolitik erhielt Nansen 1922 den Friedensnobelpreis.

Die Namensgebung der Akademie erfolgte 1977 vor allem in Anerkennung dieser Frieden schaffenden Leistungen des großen Norwegers. Fridtjof Nansen stellte seine Völker verbindenden  Leistungen unter das Motto: „Lasst uns eine Bruderkette um die ganze Erde schmieden!“ Sein Lebenswerk und seine Ziele sind Ansporn und Verpflichtung für unsere Arbeit.