Allgemeine Geschäftsbedingungen für Reisen von vhs und JBW

Reisebedingungen des Weiterbildungszentrum Ingelheim (WBZ)

öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts

Vorbemerkung:

Wir sorgen dafür, dass der Reisende den Wortlaut der Bedingungen in Textform vor Vertragsschluss, bei Spätbuchungen (das ist weniger als 7 Werktage vor Reisebeginn) mit der Reisebestätigung erhält.

 

1. Rechtscharakter unserer Tätigkeit

 

1.1 Wir erbringen reisebezogene Leistungen entweder als

Vertreter (Ziffer 1.2) oder

Vermittler (Ziffer 1.3) oder

Veranstalter (Ziffer 1.4)

 

1.2 Treten wir erkennbar für einen Dritten auf und beschränkt sich unsere Leistung auf den bloßen Vertrieb (z. B. Ticketverkauf, Entgegennahme einer Buchung ohne Beratung), handeln wir als bloßer Stellvertreter des Dritten und haften nur dafür, im Rahmen unserer Tätigkeit bevollmächtigt zu sein. In diesem Fall erhält der Reisende die dann geltenden Reisebedingungen des Dritten und zusätzlich Informationen des WBZ bezüglich der Zahlungsabwicklung.

 

1.3 Geht unsere Leistung über den bloßen Vertrieb der Veranstaltung eines Drittunternehmers hinaus und beraten wir den Kunden bei der Auswahl oder Zusammenstellung einer vom Drittunternehmer veranstalteten Reise, betätigen wir uns als Reisevermittler, sind Erfüllungshilfe des Reiseveranstalters und haften selbst nur aus Geschäftsbesorgungsvertrag, z. B. für fehlerfreie Beratung, Auswahl- und Buchungshilfe nebst dazu erforderlicher Information. In diesem Fall erhält der Reisende ebenfalls die dann geltenden Reisebedingungen des Dritten und zusätzlich Informationen des WBZ bezüglich der Zahlungsabwicklung.

 

1.4 Bieten wir eine Gesamtheit von Reiseleistungen an, die wir in eigener Verantwortung planen, organisieren und mit oder ohne Einbeziehung dritter Leistungsträger auf eigene Rechnung gegen Entgelt durchführen, handeln wir als Reiseveranstalter. In diesem Fall machen wir den Abschluss eines Reisevertrages von der Einbeziehung der folgenden Reisebedingungen in den Vertrag abhängig.

 

2. Reisebuchung

 

2.1 Mit seiner Reiseanmeldung (= Buchung) bietet der Reisende dem WBZ (=Reiseveranstalter) den Abschluss eines Reisevertrages verbindlich an. Obwohl die Buchung formfrei, also auch mündlich, telefonisch oder sonst wie erfolgen kann, empfiehlt es sich, das Buchungsformular des WBZ zu benutzen. Die Bindung an die Buchung erstreckt sich über 2 Wochen, da das WBZ sich diese Zeit zur Überprüfung der Verfügbarkeit der gebuchten Leistung vorbehalten muss.

 

2.2 Wer die Reise im eigenen Namen bucht, gilt als Vertragspartner, auch wenn er selbst nicht an der Reise teilnimmt.

 

2.3 Der Anmelder gilt mangels entgegenstehender Umstände selbst als Partner des Reisevertrages, wenn er als Teilnehmer erkennbar Familienangehörige oder seinen Lebensgefährten oder Lebenspartner anmeldet.

 

2.4 Bei Anmeldung sonstiger Personen wird der Anmelder mangels entgegenstehender Umstände als Stellvertreter der Angemeldeten betrachtet und haftet allenfalls als Vertreter ohne Vertretungsmacht.

 

3. Abschluss des Reisevertrages

 

3.1 Der Reisevertrag kommt dadurch zustande, dass das WBZ die Buchung verbindlich annimmt. Die Parteien sind sich einig, dass die Annahme in der Weise beurkundet werden soll, das das WBZ dem Reisenden die Merkmale der Reise, Reisepreis und Zahlungsmodalitäten gemäß BGB-InfoV 6 in Verbindung mit BGB-lnfoV 4 schriftlich bestätigt (=Reisebestätigung).

 

3.2 Weicht der Inhalt der Reisebestätigung vom Inhalt der Buchung ab, weist das WBZ den Reisenden in der Reisebestätigung ausdrücklich darauf hin. Es liegt jetzt ein neues Angebot des WBZ vor, an das das WBZ für 10 Kalendertage gebunden ist. Nimmt der Reisende innerhalb dieser Frist das neue Angebot an, kommt der Reisevertrag auf der Grundlage dieses neuen Angebots zustande. Schweigen bedeutet Ablehnung.

 

4. Zahlungen

 

4.1 Auf den Reisepreis sind innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt der schriftlichen Reisebestätigung und Aushändigung des nach § 651 k BGB erstellten Sicherungsscheins, der der Reisebestätigung beigefügt ist, eine Anzahlung in Höhe von 10 % des Reisepreises und die Prämien für eventuell über das WBZ abgeschlossene Reiseversicherungen fällig. Der Restbetrag muss spätestens 14 Tage vor Reisebeginn auf einem Konto des WBZ (Sparkasse Rhein-Nahe BLZ 56050180, Konto 31012503 oder Mainzer Volksbank BLZ 55190000 Konto 464035013) eingegangen sein. Übersteigen Reisepreis und Versicherungsprämien zusammen nicht den Betrag von € 100,00 je Reiseteilnehmer, so ist der Gesamtbetrag innerhalb von 14 Tagen auf einmal fällig.

 

4.2 Bei Buchungen, die weniger als 14 Tage vor Reisebeginn erfolgen, ist der gesamte Reisepreis bei Übergabe von Reisebestätigung nebst Sicherungsschein sofort fällig.

 

4.3 Die Aushändigung der Reiseunterlagen erfolgt nach vollständiger Zahlung des

Reisepreises.

 

4.3.1 Bei nicht rechtzeitiger Zahlung kann das WBZ dem Reisenden die Reiseunterlagen unter Nachnahmeerhebung des fälligen Reisepreises übersenden. Wird die Nachnahme nicht eingelöst, stellt dies eine ernsthafte und endgültige Zahlungsverweigerung (§ 323 11 Ziff. 1 BGB) dar.

 

4.3.2 Alternativ kann das WBZ dem Reisenden eine angemessene Nachfrist zur Zahlung setzen. Je näher der Reisetermin liegt, desto kürzer darf die Nachfrist sein.

 

4.3.3 Bei Zahlungsverweigerung (Ziffer 4.31) oder Nichtzahlung in der Nachfrist (Ziffer 4.32) kann das WBZ vom Vertrag zurücktreten und Schadenersatz verlangen.

 

5. Leistungen

 

5.1 Art und Umfang der vertraglich vereinbarten Leistungen ergeben sich aus dem einschlägigen WBZ-Programm, dem speziellen Reiseprospekt und aus den hierauf bezogenen Angaben in der Reisebestätigung.

 

5.2 Das WBZ behält sich jedoch ausdrücklich vor, aus sachlich berechtigten, erheblichen und nicht vorhersehbaren Gründen vor Vertragsabschluss eine Änderung der Leistungsangaben zu erklären, worüber der Reisende vor Buchung informiert wird. Das gilt auch für die Berichtigung von Irrtümern und Rechenfehlern bei den Leistungsbeschreibungen.

 

5.3 Veranstaltungen, die in der Reisebeschreibung als "Gelegenheit", "Möglichkeit" oder ähnlich erkennbar als Fremdleistung bezeichnet sind, sind nicht Bestandteil der geschuldeten Reiseleistungen. Das WBZ handelt insoweit allenfalls als Vermittler.

 

6. Leistungsänderungen

 

6.1 Änderungen oder Abweichung einzelner Reiseleistungen von dem vereinbarten Inhalt des Reisevertrages, die nach Vertragsschluss notwendig werden und die von dem WBZ nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind nur gestattet, soweit Änderungen oder Abweichungen nicht erheblich sind und den Gesamtzuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen.

 

6.2 Eventuelle Gewährleistungsansprüche bleiben unberührt, soweit die geänderten Leistungen mit Mängeln behaftet sind.

 

6.3 Das WBZ ist verpflichtet, den Reisenden über Leistungsänderungen oder Reiseablaufänderungen unverzüglich in Kenntnis zu setzen.

 

6.4 Handelt es sich um eine oder mehrere erhebliche Änderungen von wesentlichen, die Reise prägenden Reiseleistungen ist der Reisende berechtigt, ohne Kosten vom Reisevertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen Reise zu verlangen, wenn das WBZ in der Lage ist, aus seinem Programm eine solche ohne Mehrpreis dem Reisenden anzubieten. Der Reisende hat diese Rechte unverzüglich nach Zugang der Änderungsmitteilung geltend zu machen.

 

7. Preisanpassung

 

7.1 Das WBZ behält sich vor, den im Reisevertrag vereinbarten Reisepreis unverzüglich nach Kenntnis des Änderungsgrundes in den nachfolgend aufgeführten Kostenerhöhungsfällen und nur dann zu erhöhen, wenn zwischen Vertragsabschluss und Reisebeginn mehr als 4 Monate und zwischen Erhöhungserklärung und Reisebeginn mehr als 20 Tage liegen und der Kostenerhöhungsfall vor Vertragsabschluss noch nicht eingetreten und für das WBZ auch nicht vorhersehbar war.

 

7.2 Erhöhen sich die bei Vertragsabschluss bestehenden Beförderungskosten, insbesondere Treibstoffkosten kann das WBZ den Reisepreis wie folgt erhöhen:

 

7.2.1 Bei einer pro Person oder Sitzplatz erfolgten Erhöhung kann das WBZ vom Reisenden den gleichen Erhöhungsbetrag verlangen.

 

7.2.2 Bei in anderer Weise vom Beförderungsunternehmer pro Beförderungsmittel berechneten Kostenerhöhung werden die Mehrkosten auf den Sitzplatz des Beförderungsmittels umgelegt und die Mehrkosten den Reisenden nach der Anzahl der gebuchten Sitzplätze als Reisepreiserhöhung berechnet.

 

7.3 Erhöhen sich die bei Vertragsabschluss bestehenden Abgaben für bestimmte Leistungen wie Hafen- oder Flughafengebühren, kann das WBZ den Reisepreis um den entsprechenden anteiligen Betrag erhöhen.

 

7.4 Ändern sich die Wechselkurse nach Vertragsabschluss, kann das WBZ den Reisepreis in dem Umfang erhöhen, in dem die Reise für das WBZ, bezogen auf den einzelnen Reisenden, teurer wird.

 

7.5 Bei Preiserhöhungen von mehr als 5 % ist der Reisende berechtigt, ohne Kosten vom Vertrag zurückzutreten oder die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen Reise zu verlangen, wenn das WBZ in der Lage ist, aus ihrem Programm eine solche Reise ohne Mehrkosten dem Reisenden anzubieten. Der Reisende hat diese Rechte unverzüglich nach der Erklärung durch den Reiseveranstalter geltend zu machen.

 

8. Rücktritt durch den Reisenden, Umbuchung, Ersatzteilnehmende

 

8.1 Der Reisende kann jederzeit vor Reisebeginn von dem Reisevertrag zurücktreten. Maßgeblich ist der Zugang der Erklärung beim WBZ. Zwecks Klarheit und Rechtssicherheit empfehlen wir, den Rücktritt nicht mündlich, sondern schriftlich zu erklären.

 

8.2 Tritt der Reisende vom Vertrag zurück oder tritt er die Reise nicht an, verlangt das WBZ als Ersatz für getroffene Reisevorkehrungen und seine Aufwendungen eine Entschädigung in Form pauschalierter Beträge. Diese sind in Anlehnung an den konkreten Reisepreis so berechnet, dass ersparte Aufwendungen und gewöhnlich mögliche anderweitige Verwendungen der Reiseleistungen berücksichtigt wurden, und zwar nach Nähe des Rücktrittszeitpunkt zum Reisetermin.

 

8.3 Die pauschalierte Entschädigungen betragen bei Rücktritt

bis 3 Monate vor Reisebeginn 10 % des Reisepreises

bis 2 Monate vor Reisebeginn 20 % des Reisepreises

bis 6 Wochen vor Reisebeginn 30 % des Reisepreises

bis 4 Wochen vor Reisebeginn 40 % des Reisepreises

bis 2 Wochen vor Reisebeginn 50 % des Reisepreises

bis 1 Woche vor Reisebeginn 75 % des Reisepreises

bis 1 Tag vor Reisebeginn 85 % des Reisepreises

Bei Nichtantritt der Reise 90 % des Reisepreises

 

8.4 Dem Reisenden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass dem WBZ durch den Rücktritt kein oder ein geringerer Schaden entstanden ist.

 

8.5 Von der pauschalen Entschädigung nicht erfasst sind bestellte Eintrittskarten für kulturelle, sportliche oder sonstige Veranstaltungen. Die Kosten hierfür sind voll zu erstatten.

 

8.6 Umbuchungen (= Änderung des Reisevertrages). Unter den folgenden Bedingungen sind Umbuchungen möglich. Die Regelungen über Stellvertretungen der Ziffern 2.2 bis 2.4 gelten entsprechend.

 

8.6.1 Bei Busreisen können Umbuchungen bis 2 Monate vor Reisebeginn hinsichtlich des Reisetermins (nicht der Reisedauer), des Reiseziels, der Orte des Reiseantritts, der Unterkunft und der Verpflegung erfolgen. Das WBZ berechnet dafür Umbuchungskosten von € 25,00 je Reiseteilnehmer.

 

8.6.2 Im Übrigen können Umbuchungen nur in der Form des vorausgegangenen Rücktritts gemäß den Ziffern 8.1 bis 8.5 der Reisebedingungen in Verbindung mit einer neuen Reiseanmeldung vorgenommen werden.

 

8.7 Ersatzteilnehmende

 

8.7.1 Bis zum Reisetermin kann der Reisende verlangen, dass statt seiner ein Dritter in die Rechte und Pflichten aus dem Reisevertrag eintritt.

 

8.7.2 Das WBZ kann den Eintritt ablehnen, wenn der Dritte den besonderen Reiseanforderungen nicht genügt oder seiner Teilnahme gesetzliche Vorschriften oder behördliche Anordnungen entgegenstehen.

 

8.7.3 Tritt ein Dritter in den Vertrag ein, so haften er und der Reisende dem WBZ als Gesamtschuldner für den Reisepreis und für die durch den Eintritt erwachsenen Mehrkosten.

 

8.8 Reiserücktrittsversicherung

Durch den Abschluss oder Unterhaltung einer Reiserücktrittskostenversicherung wird der Reisende von seiner persönlichen Verpflichtung, eine entstandene Stornoentschädigung an das WBZ zu zahlen, nicht befreit. Er hat lediglich einen Erstattungsanspruch gegen den Versicherer gemäß dessen Versicherungsbedingungen.

 

9. Wertersatz bei Nichtinanspruchnahme

 

Auf Wertersatz für nicht entgegen genommene Reiseleistungen besteht kein Anspruch. Beruht die Nichtinanspruchnahme auf vorzeitiger Rückreise oder auf sonstigen zwingenden Gründen, bemüht das WBZ sich beim betroffenen Leistungsträger um Erstattung ersparter Aufwendungen. Die Bemühungspflicht entfällt bei ganz geringwertigen Leistungen oder beim Entgegenstehen gesetzlicher oder behördlicher Bestimmungen.

 

10. Rücktritt und Kündigung durch das WBZ

 

10.1 Das WBZ kann vor Reiseantritt vom Reisevertrag gemäß Ziffer 4.3.3 zurücktreten, wenn unter den dort genannten Voraussetzungen der Reisepreis nicht gezahlt wird oder wenn der Reisende ungeachtet einer Abmahnung nachhaltig zu erkennen gibt, dass er wesentliche Reiseanforderungen nicht zu erfüllen gedenkt oder den vereinbarten Ablauf der Reise durch sein Verhalten erheblich stören will.

 

10.2 Das WBZ kann weiterhin vom Vertrag zurücktreten,

 

10.2.1 bis 14 Tage vor Reisebeginn bei Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl, sofern diese im Reiseprogramm oder Reiseprospekt sowie in der Reisebestätigung genannt ist;

 

10.2.2 bis 4 Wochen vor Reisebeginn, wenn die Pflicht, die Reise durchzuführen, für das WBZ nach Ausschöpfung aller Möglichkeiten die Überschreitung der wirtschaftlichen Opfergrenze, bezogen auf die Reise, bedeuten würde, ohne dass das WBZ die widrigen Umstände zu vertreten hätte.

 

10.2.3 In den beiden Rücktrittsfällen der Ziffer 10.2 erhält der Reisende den gezahlten Reisepreis umgehend zurück, sofern er nicht eine Gutschrift für eine Ersatzreise wünscht.

 

10.3 Kündigungen

 

10.3.1 Ohne Einhaltung einer Frist kann das WBZ nach Reiseantritt den Vertrag kündigen, wenn der Reisende trotz Abmahnung die Reise oder den Reiseverlauf nachhaltig stört oder wenn er sich in einem solchen Maße vertragswidrig verhält, dass eine sofortige Aufhebung des Vertrages gerechtfertigt ist.

 

10.3.2 Das WBZ behält in diesem Fall den Anspruch auf den Reisepreis, muss sich jedoch ersparte Aufwendungen sowie diejenigen Vorteile einschließlich von Leistungsträgern erstattete Beträge und das anrechnen lassen, was es aus anderweitiger Verwendung der nicht in Anspruch genommenen Leistungen erlangt.

 

11. Kündigung durch jede Partei

 

11.1 Wird die Reise infolge bei Vertragsschluss nicht voraussehbarer höherer Gewalt erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt, können sowohl das WBZ als auch der Reisende den Vertrag kündigen. Dieser außerordentliche Kündigungsgrund gilt insbesondere dann als eingetreten, wenn die besagten Umstände von einer offiziell zu einer solchen Aussage autorisierten staatlichen Behörde bestätigt werden.

 

11.2 Wird der Vertrag dieserhalb gekündigt, verliert das WBZ den Anspruch auf den Reisepreis. Das WBZ kann für die bereits erbrachten oder zur Beendigung der Reise noch zu erbringenden Leistungen eine im Verhältnis des Wertes dieser Leistung zur Gesamtheit der vereinbarten Reiseleistungen stehende angemessene Entschädigung verlangen. Dies gilt nicht, wenn die erbrachten oder noch zu erbringenden Leistungen infolge der Vertragsaufhebung für den Reisenden völlig wertlos sind.

 

11.3 Das WBZ ist verpflichtet, die infolge der Aufhebung des Vertrages notwendigen Maßnahmen zu treffen, insbesondere den Reisenden zurückzubefördern, wenn die Rückbeförderung Vertragsbestandteil war.

 

12. Haftung des WBZ

 

12.1 WBZ haftet im Rahmen der Sorgfaltspflicht eines ordentlichen Kaufmanns für

 

12.1.1 die gewissenhafte Reisevorbereitung,

 

12.1.2 die sorgfältige Auswahl und die Überwachung der Leistungsträger,

 

12.1.3 die Richtigkeit der Beschreibung aller im Jahresprogramm, Reiseprospekt und Sonderprospekten angegebenen Reiseleistungen, sofern das WBZ nicht gemäß Ziffer 5.2 vor Vertragsschluss eine Änderung der Prospektangaben erklärt hat,

 

12.1.4 die ordnungsgemäße Erbringung der vereinbarten Reiseleistungen einschließlich der Leistungserbringung durch betraute Leistungsträger.

 

12.2 Das WBZ haftet jedoch nicht für Angaben in Fremdprospekten wie Orts -, Beherbergungs- oder Schiffsprospekten, weil das WBZ auf deren Entstehung keinen Einfluss nehmen und deren Richtigkeit nicht überprüfen kann.

 

13. Gewährleistung

 

13.1 Abhilfe

Wird die Reise nicht oder nicht vertragsgemäß erbracht, kann der Reisende Abhilfe verlangen. Können die Beanstandungen des Reisenden unmittelbar am Ort durch die WBZ-Reiseleitung nicht oder nicht hinreichend behoben werden, so ist der "Reiseveranstalter WBZ Ingelheim", Wilhelm-Leuschner-Str. 61, 55218 Ingelheim/Rhein" telefonisch, per Telefax oder E-Mail zu unterrichten. Tel. int. + (0) 6132-7900317) oder int. + (0)6132-7900311; Fax int. + (0) 6132-7900322, E-Mail wbz@wbz-ingelheim.de. Das WBZ wird unverzüglich alles Mögliche unternehmen, den Mangel umgehend zu beheben und eine einvernehmliche Regelung zu treffen.

 

13.2 Das WBZ kann die Abhilfe verweigern, wenn diese einen unverhältnismäßig hohen Aufwand erfordert. Das WBZ ist berechtigt, in der Weise Abhilfe zu schaffen, dass dem Reisenden eine zumindest gleichwertige Ersatzleistung gestellt wird. Der Reisende hat das Recht, die Ersatzleistung abzulehnen, wenn ihm diese aus einem wichtigen, objektiv erkennbaren Grund nicht zumutbar ist. Der Reisende kann dann gemäß den gesetzlichen Vorschriften den Reisepreis mindern, den Reisevertrag kündigen oder Schadenersatz verlangen.

 

14. Beschränkung der Haftung

 

14.1 Die vertragliche Haftung des WBZ für Schäden, die nicht Körperschäden sind, ist auf den 3-fachen Reisepreis beschränkt, soweit der Schaden des Reisenden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig herbeigeführt wurde oder soweit der Reiseveranstalter für den dem Reisenden entstandenen Schaden allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist. Diese Haftungshöchstsummen gelten jeweils je Reisenden und Reise.

 

14.2 Ein Schadensersatzanspruch gegen das WBZ ist dann beschränkt oder ausgeschlossen, wenn für eine von einem Leistungsträger zu erbringende Reiseleistung internationale Übereinkommen oder auf solche beruhende gesetzliche Vorschriften, nach denen ein Anspruch auf Schadensersatz nur unter bestimmten Voraussetzungen oder Beschränkungen entsteht oder geltend gemacht werden kann oder unter bestimmten Voraussetzungen ausgeschlossen ist, Geltung haben.

 

14.3 Der Reisende wird darauf hingewiesen, dass bei schadensgeneigten Reisen (z. B. Abenteuerreisen, Studienreisen mit Expeditionscharakter, Wanderreisen, u. ä.) sowie bei Reisen, die teilweise aus solchen schadensgeneigten Abschnitten bestehen, die Einwilligung des Reisenden in das Wagnis dazu führen kann, dass eine eventuelle Pflichtwidrigkeit des WBZ oder eines Leistungsträgers zu einer Beschränkung der Haftung im Maße der jeweiligen Verantwortlichkeit bis zu deren Wegfall führen kann.

 

15. Mitwirkungspflicht

 

15.1 Der Reisende ist bei auftretenden Leistungsstörungen zwecks deren Behebung zur Mitwirkung verpflichtet, insbesondere eventuelle Schäden zu vermeiden oder gering zu halten. Insbesondere ist der Reisende verpflichtet, seine Beanstandungen unverzüglich der örtlichen Reiseleitung mitzuteilen. Diese ist beauftragt, für Abhilfe zu sorgen, soweit dies möglich ist. Im Übrigen gelten die obigen Regeln betreffend Abhilfeverlangen (Ziffer 13).

 

15.2 Unterlässt es der Reisende schuldhaft, einen Mangel anzuzeigen, so kann er nachträglich keine Minderung des Reisepreises verlangen.

 

15.3 Sofern bei Flügen Gepäck verloren geht oder beschädigt wird muss der Reisende eine Schadensanzeige (P.I.R.) an Ort und Stelle bei der Fluggesellschaft erstatten. Bei fehlender Schadensanzeige kommen Ansprüche nicht in Betracht. Die Reiseleiter des WBZ sind nicht berechtigt, irgendwelche Ansprüche anzuerkennen.

 

16. Ausschluss von Gewährleistungsansprüchen

 

16.1 Ansprüche wegen nicht vertragsgemäßer Erbringung der Reise müssen innerhalb eines Monats nach der vertraglich vorgesehenen Beendigung der Reise beim WBZ unter der in Ziffer13.1 angegebenen Anschrift erfolgen. Obwohl die Geltendmachung formlos erfolgen kann, wird Schriftform empfohlen.

 

16.2 Nach Ablauf der Frist kann der Reisende Ansprüche nur geltend machen, wenn er ohne Verschulden an der Einhaltung der Frist gehindert war. Das gilt jedoch nicht für die Anmeldung von Gepäckschäden, Transportverzögerungen bei Gepäck oder Gepäckverlust im Zusammenhang mit Flügen. Diese sind binnen 7 Tagen bei Gepäckverlust, binnen 21 Tagen bei Gepäckverspätung nach Aushändigung zu melden.

 

17. Verjährung

 

17.1 Die gesetzlichen Gewährleistungsansprüche des Reisenden (§§ 651 c bis f BGB) wegen Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer fahrlässigen Pflichtverletzung des WBZ oder einer vorsätzlichen oder fahrlässigen Pflichtverletzung eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des WBZ beruhen, verjähren in 2 Jahren.

 

17.2 Die Verjährungsfrist von 2 Jahren gilt auch für Ansprüche auf Ersatz sonstiger Schäden, soweit sie auf einer grob fahrlässigen Pflichtverletzung des WBZ oder auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung eines gesetzlichen Vertreters oder Erfüllungsgehilfen des WBZ beruhen.

 

17.3 Alle übrigen Gewährleistungsansprüche (§§ 651 c - f BGB) verjähren in einem Jahr.

 

17.4 Die Verjährungsfrist beginnt jeweils mit dem Tag, an dem die Reise nach den vertraglichen Vereinbarungen beendet werden sollte.

 

17.5 Wird zwischen dem Reisenden und dem WBZ über geltend gemachte Gewährleistungsansprüche verhandelt, so ist die Verjährung gehemmt, bis eine Partei die Fortsetzung der Verhandlung verweigert oder für gescheitert erklärt. Die Verjährung tritt dann frühestens 3 Monate nach dem Ende der Hemmung ein.

 

18. Pass-, Visa- und Gesundheitsvorschriften

 

18.1 Das WBZ ist verpflichtet, den Reisenden vor seiner Buchung zu unterrichten über

1. Pass- und Visumerfordernisse, insbesondere über die Fristen zur Erlangung solcher Dokumente, wobei sich diese Verpflichtung auf die Erfordernisse für deutsche Staatsangehörige bezieht und

2. über gesundheitliche Formalitäten.

 

18.2 Das WBZ kann diesen Informationserfordernissen genügen, indem die Unterrichtung über die aktuellen Erfordernisse in den Reiseprogrammen und Reiseprospekten erfolgt.

 

18.3 Für ausländische Staatsangehörige gibt das zuständige Konsulat Auskunft.

 

18.4 Auch wenn der Reisende das WBZ mit der Besorgung notwendiger Visa beauftragt hat, haftet das WBZ nicht für die rechtzeitige Erteilung und den Zugang, es sei denn, dass das WBZ die Verzögerung zu vertreten hat. Der Reisende selbst ist für die Einhaltung aller für die Durchführung der Reise wichtigen Vorschriften selbst verantwortlich. Alle Nachteile, insbesondere die Zahlung von Stornokosten, die aus der Nichtbeachtung dieser Vorschriften erwachsen, treffen den Reisenden, sofern nicht das WBZ daran schuld ist.

 

19. Versicherungen

 

19.1 Dem Reisenden wird empfohlen, zu seiner eigenen Sicherheit einschlägige Reiseversicherungen abzuschließen, als da sind: Reiserücktrittsversicherung, Reiseabbruchversicherung, Reisekrankenversicherung (mit medizinischer Notfallhilfe), Reisegepäckversicherung, Reisehaftpflichtversicherung, Versicherung gegen Verspätungsschäden und dergleichen.

 

19.2 Will der Reisende das WBZ mit dem Abschluss einer dieser Versicherungen beauftragen, so tritt das WBZ ausschließlich in der Weise auf, dass das WBZ den Abschluss solcher Versicherungen bei der Europäische Reiseversicherung AG (Vogelweidestraße 581677 München) vermittelt.

 

20. Allgemeines

 

20.1 Teilunwirksamkeit

Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen des Reisevertrages hat im Zweifel nicht die Unwirksamkeit des gesamten Reisevertrages zur Folge.

 

20.2 Gerichtsstand

Bei Streitigkeiten zwischen dem WBZ und Vollkaufleuten, sowie Personen, die keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland haben, sowie mit Personen, die nach Abschluss des Vertrages ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort ins Ausland verlegt haben oder deren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt zum Zeitpunkt der Klageerhebung nicht bekannt ist, sowie für Passiv-Prozesse gegen das WBZ ist Bingen der Gerichtsstand.

 

Weiterbildungszentrum Ingelheim

Öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts

Direktor Dr. Florian Pfeil

Wilhelm-Leuschner-Straße 61

55218 Ingelheim am Rhein

Fon: 06132 79003-10

Fax: 06132 79003-60

E-Mail: vhs@wbz-ingelheim.de