Lehrkräfte-Verzeichnis

In dieser Übersicht haben wir alle Lehrkräfte der Musikschule für Sie zusammengestellt.

Julia Oschewsky

Lehrkraft für Gesang

Julia Oschewsky

Welche Erinnerungen haben Sie an Ihren eigenen Instrumental- oder Gesangsunterricht?

Ich habe mit 15 Jahren begonnen in einer Musikschulband zu singen, Gitarre spiele ich seitdem ich neun Jahre alt bin. Ich weiß noch, dass ich meinen ersten Gesangsunterricht manchmal sehr seltsam fand, die Aufwärm-Übungen wirkten anfangs lustig auf mich und ich musste lernen, aus mir herauszugehen. Genau das hat meine Entwicklung dann aber bereichert und mich vorangebracht. Ich fing an, bewusster zu verstehen, wie meine Stimme funktioniert und wie ich sie kontrollieren kann.

Welche Musik spielen / singen Sie selbst am liebsten?

Meine eigenen Lieder, Songs aus dem Pop-, Rock- und Jazzbereich, sowie Stücke meiner Lieblings-Singer-Songwriter.

Was ist Ihnen in Ihrem eigenen Unterricht mit Schüler:innen besonders wichtig?

Die menschliche Stimme scheint so sehr mit der Persönlichkeit ihrer Besitzerin oder ihres Besitzers verknüpft wie kein anderes Instrument. Gerade deswegen ist es für mich so spannend und bereichernd zugleich, Menschen in ihrem Prozess zu begleiten, die eigene Stimme und somit meistens auch sich selbst besser kennenzulernen. Neben einer unabdingbaren guten Gesangstechnik, lege ich Wert darauf, meinen Schüler:innen den Raum und die Impulse zu geben, dem, was da in ihnen persönlich schlummert, Ausdruck zu verleihen und es in den Gesang mit einzubeziehen.

Welche Stilrichtungen können Schüler:innen in Ihrem Unterricht erlernen?

Stilistisch bin ich offen für alles, Opernrepertoire ausgenommen, weil ich diesbezüglich nicht die passende Ausbildung habe.

Methodisch sind mir u.a. meine Erfahrungen als Absolventin mehrfacher EVTS (Estill Voice Training System) Seminare sowie das System der Complete Vocal Technique eine große Hilfe. Auch meine abgeschlossene Yoga Ausbildung hat mir neue Türen geöffnet und meine Unterrichtsphilosophie bereichert.

Wie kann man sich eine typische Unterrichtsstunde bei Ihnen vorstellen?

Gerne beginne ich mit einem Warm Up für Körper und Stimme anhand melodiöser und rhythmischer Übungen für Stimm- und Atemtechnik. Wir begeben uns auf die Suche nach der wichtigen Balance zwischen körperlicher Spannung und Entspannung sowie den Schwingungen, die die Musik in der Stimme und im ganzen Körper auslöst. Nach dem Warm Up singen wir Songs, die wir nach vorheriger Abstimmung (am liebsten gemeinsam) ausgesucht haben. Wir arbeiten an Ausdruck und Interpretation und daran, wie die Stimme technisch schwierige Passagen einfacher und vor allem gesund meistern kann.

Bei Interesse können auch Songwriting und einfache Piano- oder Gitarrenbegleitung zum Inhalt unseres Unterrichts werden.

Ab welchem Alter können Schüler:innen bei Ihnen mit dem Unterricht beginnen?

Schwierige Frage! Das kommt wirklich ganz auf den jeweiligen Schüler/die jeweilige Schülerin an. Talent und vor allem auch der Spaß, den jemand schon an seiner Stimme hat, sollten diese Entscheidung beeinflussen. Oft sind Jungs, die vor dem Stimmbruch beginnen, danach etwas verunsichert, weil sich die Stimme verändert. Aber auch das sollte nicht in allen Fällen frühzeitigen Unterricht ausschließen.

Bei ganz jungen Schüler:innen (in der Regel mindestens 10 Jahre) kann man sich meinen Unterricht spielerischer vorstellen, während ich bei älteren mehr auf Technik eingehe und schneller versuche, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln.

Was bedeutet Ihnen Musik? Warum sind Sie Musiker:in und Musikpädagog:in geworden?

Die Musik und vor allem das Singen aus meinem Leben wegzudenken ist unmöglich. Mein Beruf ist farbenreich, spannend und voller Abwechslung. Immer wieder darf ich anderen und auch mir selbst begegnen. Ich darf dauernd lernen, Neues herausfinden und als Songschreiberin auch Neues kreieren. Musikerin bin ich geworden, weil ich der Musik diesen großen Raum in meinem Leben geben wollte und nicht nur so, hier und da und nebenher.

Schnell habe ich gemerkt, dass ich als Gesangspädagogin meine große Begeisterung mit meinen Schüler:innen teilen und sie damit anstecken kann. 

Ihnen beim Umgang mit der eigenen Stimme zur Seite zu stehen, zu sehen wie sie wachsen, ihre Stimmen entwickeln und sich die Musik als wertvolle Ausdrucksmöglichkeit immer mehr erobern, erfüllt mich immer wieder mit großer Freude.

Haben Sie musikalische Vorbilder oder gibt es Musikerpersönlichkeiten, die Sie besonders geprägt und inspiriert haben?

Joni Mitchell, Glen Hansard, Beatles, Marc Kluschat.

Welche Fragen hätten Sie sonst noch gerne beantwortet?

vielleicht noch ein paar biografische Eckpunkte:

  • geboren 1981 in Mainz
  • Studium (Jazz Gesang) am Conservatorium van Amsterdam
  • Dozentin an der Musikschule im WBZ seit 2017
  • aktuelle Projekte: Akustik Pop Duo Kleingartenanlage, Ed Partyka Jazz Orchestra, Back At Mama’s

Unterrichtsfächer von Julia Oschewsky

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