Lehrkräfte-Verzeichnis

In dieser Übersicht haben wir alle Lehrkräfte der Musikschule für Sie zusammengestellt.

Peter Paulnitz

Lehrkraft für Klassisches Klavier

Peter Paulnitz

Welche Erinnerungen haben Sie an Ihren eigenen Instrumental- oder Gesangsunterricht?

Als in meiner Kindheit die Entscheidung für ein Instrument anstand, gab es noch nicht das heutige Angebot der Musikschulen, alle möglichen Instrumente kurzerhand auszuprobieren und sich danach zu entscheiden. So malte ich mir im Kopf mithilfe eines umfangreichen Instrumenten-Verkaufskatalogs eines Musikhauses die verschiedenen Szenarien im Kopf aus und hörte natürlich viel Musik der zur Debatte stehenden Instrumente. Nach wochenlangen Tagträumen insbesondere von Trompete, aber auch Querflöte und Oboe zog es mich am Ende doch mehr zu den Tasten. Lustigerweise keimte bereits in dieser Phase der Gedanke, Musiker zu werden, trat dann für einige Jahre in den Hintergrund und konkretisierte sich, als die Beschäftigung mit der Musik und auch das Üben immer größeren Raum einnahmen. 

Welche Musik spielen / singen Sie selbst am liebsten?

An der Musik genieße ich besonders einen reichen, fülligen und runden Klang. Diesem Ideal kommt die Klavierliteratur der Romantik am nächsten, beispielsweise Schumann oder Schubert, aber auch in anderen Epochen findet sich entsprechend klangsinnliche Musik, bei Bach ebenso wie im Jazz.

Was ist Ihnen in Ihrem eigenen Unterricht mit Schüler:innen besonders wichtig?

Im Laufe der Jahre hatte ich Unterricht bei etlichen Lehrer:innen sowohl privat als auch an Musikinstituten. Die Lehrer,:innen die ich als Jugendlicher und später im Musikstudium kennenlernte, hatten ganz verschiedene und auch gegensätzliche Vorstellungen von einer guten Spieltechnik. Interessant war für mich zu sehen, wie die Spieltechniken zu sehr unterschiedlichen klanglichen Ergebnissen führten. Da mir der Klang wichtig ist, habe ich manche Vorstellungen von damals mir erhalten und weiterentwickelt, andere hingegen als nicht hilfreich oder hinderlich wieder abgeworfen. Wichtig ist mir, in meinem Unterricht spieltechnische Probleme zu erkennen und konkrete Lösungen anzubieten. Nichts motiviert mehr, als wenn im Unterricht plötzlich gelingt, was vorher nicht gelingen wollte.

Welche Stilrichtungen können Schüler:innen in Ihrem Unterricht erlernen?

In der Regel fangen neue Schüler:innen gerade erst mit dem Klavierspiel an oder haben ein bis zwei Jahre Unterricht hinter sich, so dass es mir naheliegend und sinnvoll erscheint, nach einer Klavierschule vorzugehen. Da stellt sich die stilistische Frage weniger als die nach dem Aufbau und Vermitteln von Spielkompetenzen. Die stilistische Frage stellt sich bei Schüler:innen, welche schon Klavier spielen können und sich bewusst in einer Musikrichtung weiterentwickeln möchten. Ich sehe meinen Schwerpunkt im klassischen Klavierrepertoire, lasse mich aber gerne darauf ein, wenn Schüler:innen voller Motivation auch anderes Notenmaterial in den Unterricht mitbringen.

Wie kann man sich eine typische Unterrichtsstunde bei Ihnen vorstellen?

Die Schüler:innen spielen das zu Hause Geübte im Unterricht vor und wir gehen dann gemeinsam das Musikstück/die Musikstücke durch im Hinblick auf musikalisches Verständnis, spieltechnische Probleme, Übetechniken usw..  Die Schüler:innen führen ein Hausaufgabenheft, in das ich zur Erinnerungsstütze des im Unterricht Besprochenen eintrage, was und ggf. wie für die nächste Unterrichtsstunde geübt werden soll. 

Ab welchem Alter können Schüler:innen bei Ihnen mit dem Unterricht beginnen?

Ich empfehle einen Beginn ab 6 Jahren. Sehr gerne arbeite ich auch mit Erwachsenen jeden Alters.

Was bedeutet Ihnen Musik? Warum sind Sie Musiker:in und Musikpädagog:in geworden?

Musik bedeutet für mich, mit dem Schönen in Berührung zu kommen, einen Sinn jenseits des Zweckmäßigen und Nützlichen zu spüren. Musik bedeutet für mich, in der Musik den Augenblick als wertvoll, besonders und wahr zu erfahren. Musik bedeutet, mich beim Üben über Gelingendes zu freuen und bei Problemen Wege zum Gelingen zu suchen. Musik ist auch eine Schule für selbstständiges Arbeiten. Musikmachen ist eine Gelegenheit, Zeit für sich selbst zu haben.

Haben Sie musikalische Vorbilder oder gibt es Musikerpersönlichkeiten, die Sie besonders geprägt und inspiriert haben?

Da denke ich in erster Linie an Lehrerpersönlichkeiten zurück, die ich als Jugendlicher und später im Studium oder auf Meisterkursen kennenlernte. Ansonsten denke ich an Musiker:innen, welche nicht nur mit ihrer virtuosen Brillanz beeindrucken, sondern emotional berühren. In meinen Augen erfüllt Musik ihre Bestimmung, wenn sie den Menschen erfüllt und innerlich bereichert. Insofern inspiriert mich ein/e Virtuos:in auf der Bühne ebenso wie ein/e Schüler:in im Seniorenalter, welcher im Unterricht eine sehr einfache Melodie spielt und dann wortreich über ihre Schönheit staunt.        

Unterrichtsfächer von Peter Paulnitz

Seite teilen