Violine

Die Geige, auch Violine genannt, ist das kleinste und höchste Instrument der Streichinstrumentenfamilie, zu der neben der Geige auch die Bratsche, das Cello und der Kontrabass gehören.

Geige und Bratsche hält man zum Spielen mit dem Kinn auf der linken Schulter fest. Mit der rechten Hand zieht man den mit Pferdehaaren bespannten Geigenbogen über die Saiten und bringt diese so zum Schwingen und Klingen. Wenn man mit den Fingern der linken Hand die Saiten herunterdrückt, kann man auf jeder der vier Saiten eine ganze Reihe unterschiedlicher Tonhöhen erzeugen.

Die Geige ist ein sehr beliebtes und häufig gespieltes Instrument. Sie spielt in der abendländischen Musikgeschichte seit dem Barock eine unvermindert große Rolle. Viele berühmte Komponisten des Barock, der Klassik, der Romantik und auch danach noch haben große Werke für dieses Instrument geschrieben. Geigenvirtuosen sorgten mit ihrem Können für Aufsehen (z.B. mit dem „Teufelsgeiger Paganini“) und eine Reihe besonders guter italienischer Geigenbauer (Stradivari, Guarneri, Amati) erlangte, mit den von ihnen gebauten Instrumenten, geradezu legendären Ruhm, so dass einige erhaltene Instrumente noch heute, etwa 350 Jahre später, von großen Künstlern gespielt werden und im Verkauf Preise von teilweise deutlich über 1 Million Euro erzielen.

Geige

Die Gruppe der Geigen ist die zahlenmäßig mit Abstand größte Instrumentengruppe eines Sinfonieorchesters oder eines Streichorchesters – in einem großen Sinfonieorchester mit insgesamt etwa 110 Mitgliedern aus Streichern, Holzbläsern, Blechbläsern und Schlagwerk spielen etwa 16-18 erste und 14-16 zweite Geigen mit. Auch in der Kammermusik erweist sich die Geige als vielseitiges Ensembleinstrument, und zwar in allen möglichen Besetzungen, nicht nur im Streichquartett.

Ist die Geige grundsätzlich erst mal ein typisch „klassisches“ Instrument, so kann man sich mit der Geige – wenn man gut spielen kann – jedoch auch allen möglichen anderen Musikstilen widmen und in verschiedenen Bands mitwirken (Folk und Fiddle, Jazz, Rock, Pop, Metal, …). Dazu braucht man nicht unbedingt eine E-Geige, man kann auch die akustische Geige mit einem Tonabnehmer verstärken.

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Häufig gestelle Fragen
  • In welchem Alter kann man mit dem Geigenspiel beginnen?

    Es gibt spezielle Suzuki-Kurse, die sich explizit an sehr kleine Kinder im Alter von 4 Jahren (in Ausnahmefällen auch 3 Jahre) wenden. Ansonsten hängt ein so früher Beginn vor allem von der Persönlichkeit, der Motivation und Reife des Kindes sowie der Bereitschaft des Lehrenden ab. In vielen Fällen können Kinder im Alter von 5 Jahren schon gut mit dem Geigenunterricht beginnen, wenn sie von den Eltern eng begleitet und unterstützt werden. In anderen Fällen können sich Kinder erst ab dem Schulalter richtig auf Instrumentalunterricht einlassen. Wie oft und wie lange sollte man üben? Je regelmäßiger ein Kind übt, desto schneller wird es vorankommen und je mehr Erfolge ein Kind erlebt, desto stärker wächst seine Motivation. Im Idealfall übt man täglich – lieber häufig (regelmäßig) kurz als selten (unregelmäßig) lang. Außerdem wirkt ein kürzeres, aber dafür sinnvolles und bewusstes Üben weitaus mehr als ein längeres „reines Durchspielen“. Die Übezeit steigt mit dem Alter und der Komplexität der Stücke. Für den Anfang sind täglich 10 bis 20 Minuten ausreichend.

  • Wie oft und wie lange sollte man üben?
    Je regelmäßiger ein Kind übt, desto schneller wird es vorankommen und je mehr Erfolge ein Kind erlebt, desto stärker wächst seine Motivation. Im Idealfall übt man täglich – lieber häufig (regelmäßig) kurz als selten (unregelmäßig) lang. Außerdem wirkt ein kürzeres, aber dafür sinnvolles und bewusstes Üben weitaus mehr als ein längeres „reines Durchspielen“. Die Übezeit steigt mit dem Alter und der Komplexität der Stücke. Für den Anfang sind täglich 10 bis 20 Minuten ausreichend.
  • Wo kann man mitspielen?

    Geigerinnen und Geiger spielen in Sinfonieorchestern, Streichorchestern, Streichquartetten, Kammermusikensembles und Bands mit.

  • Ist Geigespielen nicht furchtbar schwer und quietscht am Anfang schrecklich?

    Geige zu lernen ist in der Tat anspruchsvoll, aber das gilt letztlich für alle Instrumente, wenn man sie gut beherrschen will. Der allererste Anfang auf der Geige, d.h. wenn das Kind zunächst lernt, die vier „leeren“ Saiten ohne gedrückte Finger zu streichen, klingt in der Regel erstaunlich schnell erstaunlich gut (die Saiten kann man stimmen!). Und wenn schließlich das Greifen der ersten Töne hinzukommt, ist das Gehör des Kindes gefragt, um die Tonhöhe exakt zu treffen. Die Lehrkraft baut die Lernschritte so auf, dass es auf jeder Niveaustufe zu einem guten klanglichen Ergebnis kommt.

  • Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen?

    Die allerwichtigste Voraussetzung ist die, dass das Kind Geige lernen WILL, denn dann wird es das auch können. Für Streichinstrumente speziell hilfreich sind eine gute Feinmotorik, eine gute Koordination und vor allem ein gutes Gehör/eine gute Tonvorstellung, da es keine Tasten oder Bünde auf dem Griffbrett gibt und man die richtigen Positionen auf den Saiten sehr genau selbst finden muss.

  • Ist die Geige auch für Linkshänder:innen geeignet?

    Ja, für Linkshänder:innen ist das Geigenspiel ebenso erlernbar wie für Rechtshänder:innen.

  • Muss man gleich ein Instrument kaufen und wie teuer ist ein Instrument?

    Bei den Streichinstrumenten gibt es eine ganze Reihe von Kindergrößen, so dass die Geige mit dem Kind mitwachsen kann. Angefangen vom Sechzehntel-Instrument für die 3-Jährigen bis zur ganzen Geige (4/4) kann man jede Größe ausleihen und irgendwann gegen die nächste Größe tauschen, bis es sich beim 4/4-Instrument (das Erwachsenen-Instrument) schließlich lohnt, über den Kauf eines eigenen Instruments nachzudenken. Die richtige Geigengröße hängt dabei nicht vom Alter des Kindes ab, sondern von seiner Körpergröße, insbesondere seiner Armlänge, Handgröße und Fingerlänge. Der Zeitpunkt des Wechsels auf eine 4/4-Geige liegt, abhängig von diesen Faktoren, meistens irgendwo zwischen dem 10. und 15. Lebensjahr. Ordentliche Schülergeigen-Sets kann man schon ab etwa 500 Euro bekommen, wenn man sich gut auskennt. Man kann für diesen Preis aber auch ein Instrument erhalten, das die Bezeichnung „Instrument“ kaum verdient. Für ein etwas höherwertiges Instrument sollte man eher ab 1000 Euro aufwärts rechnen – nach oben hin sind kaum Grenzen gesetzt.

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Heidrun Heinz
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Sylvia Fitzi
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