vhs/JBW-Neujahrsempfang 2017

07.02.17

Rund 70 Gäste konnte Leiterin Claudia Lörsch auf dem Neujahrsempfang von Volkshochschule und Jugendbildungswerk am 2. Februar im Weiterbildungszentrum begrüßen.
In seinem Grußwort betonte Oberbürgermeister Ralf Claus die besondere Bedeutung, die die Zukunftsinvestition Weiterbildung in Ingelheim wahrnimmt. Dabei bezog er sich auf den WBZ-Neubau ebenso wie auf die laufende Unterstützung der Stadt für Fridtjof-Nansen-Akademie, Musikschule, Volkshochschule und Jugendbildungswerk unter dem WBZ-Dach: „Sie werden lange in Deutschland suchen müssen, um etwas Vergleichbares zu finden.“
In ihrer Begrüßung berichtete Claudia Lörsch von der dynamischen Entwicklung der beiden WBZ-Fachbereiche im vergangenen Jahr.
Im Jugendbildungswerk stieg die Anzahl der Kurse zwischen 2014 und 2016 von 140 auf knapp 200. Gleichzeitig wuchs die Zahl der Unterrichtseinheiten von gut 3.700 auf über 7.000.
Besonderen Anteil daran hatte das Paket „Bildung und Teilhabe“, das das JBW seit 2016 für die Schulen in der Stadt Ingelheim organisiert. In dem Paket wird Nachhilfe für Kinder und Jugendliche kostenfrei bereitgestellt, deren Eltern sich das sonst nicht leisten können. 53 Kurse mit über 1.300 Unterrichtseinheiten wurden 2016 organisiert.
Auf hohem Niveau bewegte sich die Lese- und Rechtschreibförderung im JBW mit 68 Kursen und knapp 1.200 Unterrichtseinheiten.
Stark nachgefragt waren die Deutschkurse an Ingelheimer Grundschulen und die Deutsch-Feriensprachkurse für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund.
Zahlreiche Buchungen erhielten auch die neu eingerichteten Kurse zur Englisch-Sprachförderung für Mittelstufenschüler in den Sommerferien.
In der Volkshochschule zeigte sich ein ähnlich positives Bild. Einem leichten Rückgang der Kurse auf gut 450 stand ein starker Anstieg der Unterrichtseinheiten von gut 7.300 in 2014 auf knapp 13.000 in 2016 gegenüber.
Hauptgrund dafür ist der Start von Bildungsangeboten für Zuwanderer an der vhs. Elf längerfristige Kurse standen 2016 zu Buche. Integrationskurse, Deutsch für den Beruf und der Einstieg in Deutsch sorgten 2016 allein für knapp 5.300 Unterrichtseinheiten.
Auch die anderen Bereiche der beruflichen Bildung legten zu. Firmenkurse, Weiterbildungen für ErzieherInnen und Kurse zur Erweiterung der Schlüsselkompetenzen stiegen auf gut 1.700 Unterrichteinheiten an.
Die Stärkung der beruflichen Bildung steht, so Claudia Lörsch, auch in der Zukunft ganz oben auf der vhs-Agenda. Mitte Januar erhielt die vhs das AZAV-Siegel. Damit darf die vhs berufliche Weiterbildung im Rahmen der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung der Arbeitsförderung anbieten. Möglich werden damit in der vhs z.B. Ausbildungen in der Hauswirtschaft.
Darüber hinaus plant die vhs Angebote für IHK-Zertifikatskurse und Deutschkurse für medizinische Fachberufe, für Lager und Logistik oder das Hotel- und Gaststättengewerbe.
Neu im vhs-Programm werden künftig auch erste Angebote in den sogenannten erweiterten Lernwelten auftauchen, also z.B. Sprach- oder Finanzbuchhaltungskurse mit PC, Internet oder Handy. Präsenzkurse in der vhs sollen kombiniert werden mit online-Arbeitseinheiten von Zuhause aus.
WBZ-Direktor Dr. Florian Pfeil beschrieb abschließend die große Vorfreude auf den WBZ-Neubau. Ein nach zwei Seiten verglaster Großer Saal sowie große und gut ausgestattete Seminarräume warten auf die Kursteilnehmenden. Der Umzug an den Neuen Markt 3 sei jetzt für die Osterferien geplant.
Umrahmt wurde der Neujahrsempfang von den Saxobeats der Musikschule unter Leitung von Harry Braum.