Wir stellen vor: Reza Solhi
Dozent für Fach- und Führungskräfteenwicklung im WBZ
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Datenschutz-Einstellungen bearbeitenLieber Reza,
was motiviert dich, Seminare zum Thema Team- und Führungskräfteentwicklung durchzuführen?
Mich motiviert die Überzeugung, dass wir in jedem Team ungeahnte Potenziale freisetzen können – wenn wir lernen, einander wirklich zuzuhören und Vertrauen aufzubauen. Führung bedeutet für mich nicht Kontrolle, sondern Inspiration. Meine Seminare sind wie ein geschützter Raum, in dem Menschen spüren dürfen: „Wir wachsen miteinander – nicht gegeneinander.“
Warum sind ein gutes Change-Management und der Faktor Teamführung heute so wichtig?
Wir leben in einer Zeit ständiger Veränderungen – Digitalisierung, globale Krisen, Generationswechsel. Wer heute führen will, muss Wandel nicht nur managen, sondern gestalten. Das gelingt nur, wenn Teams stark sind. Ein gutes Team ist wie ein lebendiger Organismus: Er kann sich anpassen, kreativ Lösungen finden und in stürmischen Zeiten Stabilität geben.
Seit über zehn Jahren setzt du dich für mehr Menschlichkeit in der Arbeitswelt ein. Warum ist das für dich der Schlüssel zu guter Führung?
Weil Zahlen allein keine Unternehmen bewegen – Menschen tun es. Menschlichkeit heißt, den Menschen hinter der Rolle zu sehen. Wenn Führungskräfte den Mut haben, authentisch zu sein, Empathie zu zeigen und Wertschätzung vorzuleben, dann entsteht Vertrauen. Und Vertrauen ist die eigentliche Währung, auf der nachhaltiger Erfolg basiert.
Gab es in deinem eigenen Berufsleben einen Moment, der dein Verständnis von Führung besonders geprägt hat?
Ja, sehr. Mit Mitte zwanzig bin ich ausgebrannt – weil ich dachte, ich müsse ständig leisten, funktionieren und Erwartungen erfüllen. Dieser Moment war schmerzhaft, aber er hat mir gezeigt: Führung beginnt bei Selbstführung. Wer sich selbst nicht kennt, wer nicht achtsam mit sich ist, kann auch andere nicht gesund führen. Seitdem sehe ich Führung als Reise – eine, die bei uns selbst anfängt.
Was erwartet die Teilnehmenden in deinen Seminaren im WBZ?
Sie dürfen sich auf erfrischende Methoden, viel Interaktion und Inspiration freuen. Es geht nicht um Frontalvorträge, sondern darum, gemeinsam Erfahrungen zu machen, zu reflektieren und neue Perspektiven zu entwickeln. Viele Teilnehmende gehen mit dem Gefühl nach Hause: „Ich habe heute nicht nur etwas gelernt, sondern auch etwas über mich selbst verstanden.“
Du nimmst den weiten Weg aus Frankfurt auf dich, um hier zu lehren, und man merkt, dass du dich im WBZ sehr wohlfühlst. Gibt es dafür einen bestimmten Grund?
Ja. Das WBZ hat eine besondere Atmosphäre – hier treffen sich Menschen mit Offenheit, Neugier und Freude am Lernen. Es ist ein Ort, an dem ich spüre, dass meine Arbeit wirklich ankommt. Außerdem bedeutet es mir viel, regionale Bildung und Entwicklung zu fördern. Für mich ist das WBZ mehr als ein Seminarort – es ist ein Stück Heimat auf meinem Weg als Speaker und Trainer.
Vielen Dank!
Das Gespräch führte Karola Arnold